Beratung

Pathologisches Glücksspiel

Glücksspiele sind keine Erfindung der Neuzeit. Seit langem prägen Begriffe aus dem Spiel unsere Sprache: „Haus und Hof verspielen“, „Sekt oder Selters“, „Hop oder Top“. Skatrunden unter Freunden, die Teilnahme an der wöchentlichen Lottoziehung oder an einem Gewinnspiel gehören für viele Menschen seit Jahrzehnten zum Alltagsleben. Sie bringen Freude und positive Erwartungen und sind für viele Menschen völlig unproblematisch.

Die Entwicklung des Geld- und Glücksspielmarktes hingegen ist eine hochmoderne und hochtechnologisierte Entwicklung. Die Ansiedlung von Spielhallen scheint auch vor der kleinsten Kommune nicht halt zu machen. In der Pommesbude oder der Gasstätte um die Ecke stehen regelmäßig Geräte, die auf den Einwurf von Wechselgeld warten. Spielbanken werben und suchen die Nähe zum Besucher in den Innenstädten. Dazu kommen die Angebote der Lotterien, der Buchmacher und die Vermarktung über das Internet, das die Spielmöglichkeiten sogar bis in das Wohnzimmer eines jeden Bürgers transportiert.

In Hochglanz präsentiert, versprechen die Glücksspiele einen hohen Unterhaltungswert und die Chance auf das ganz große (finanzielle) Glück. Nicht alle Menschen können mit diesen Versprechungen umgehen. Aus einer gelegentlichen Teilnahme wird ein regelmäßiger Konsum und immer häufiger entwickelt sich daraus eine Abhängigkeit.

Glücksspielsucht ist eine anerkannte Krankheit. Sie wird für die Betroffenen zum zentralen Lebensmittelpunkt. Je mehr jedoch das Spielen in den Vordergrund tritt, desto deutlicher zeigen sich die Folgen der

Suchterkrankung:
  • Soziale Kontakte werden vernachlässigt, Freunde brechen weg
  • Familiäre Konflikte häufen sich, Beziehungen zerbrechen
  • Finanzielle Sorgen steigen, die Verschuldung nimmt zu
  • Gedanken an das Spielen und die Geldbeschaffung weiten sich aus
  • Das eigene Selbstwertgefühl sinkt, Scham und Schuldgefühle wachsen
Bereits frühzeitig lassen sich Warnhinweise beobachten. Gefährdet ist, wer:
  • Mehr Geld verspielt, als ihm zur Verfügung steht
  • Spielt, um unangenehmen Situationen „entfliehen“ zu können
  • Sein Spielverhalten verheimlicht, Verluste kleinredet und Gewinne überhöht
  • Eigene Vorgaben bzgl. Geldeinsatz und Spielzeit nicht einhalten kann
  • Seinen Vorsatz nicht zu spielen nicht einhalten kann
  • Weiter spielt, obwohl das Spielen zu Nachteilen führt
  • Geld beschafft, um weiter spielen zu können

Sollten Sie sich oder einen Angehörigen in dieser Beschreibung wiederfinden oder hat der Selbsttest eine entsprechende Auswertung ergeben, sollten Sie sich in einem persönlichen Gespräch beraten lassen.

Das ist wichtig zu wissen

Wie bei jeder Erkrankung besteht auch bei der Glücksspielsucht die Möglichkeit einer Therapie und die Chance auf ein zufriedenes, suchtfreies Leben.

Selbsttest

Check dein Spiel bietet Betroffenen, Angehörigen und Interessierten Informationen und Beratung rund um das Themenfeld Glücksspiel und Glücksspielsucht.

Zum Selbsttest

Informationsbroschüren für pathologische Glücksspieler

Frauen spielen anders

Broschüre
Herausgeber: Landesfachstelle Glücksspielsucht NRW
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Glücksspielsucht

Informationen zur Glücksspielsucht
Herausgeber: BZGA
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